Ernährung bei Rückenschmerzen

Die richtige Ernährung bei Rückenschmerzen ist gar nicht so einfach zu finden.

Wie auf der Seite „Rückenschmerzen durch Übergewicht“ erläutert, führt ein zu hohes Gewicht zu einer erhöhten Belastung von Knochen, Sehnen und Wirbelsäule. Dies kann Rückenschmerzen verursachen.

Verwirrenderweise kann aber auch das Gegenteil die Ursache von Rückenschmerzen sein. Der Grund hierfür liegt darin, dass bei einer nicht ausreichenden Aufnahme von Nahrungsmitteln häufig wichtige Stoffe fehlen.

Ernährung bei Rückenschmerzen CalciumHier ist z.B. an Calcium (Kalzium) zu denken, das für die Stabilität der Knochen eine sehr entscheidende Bedeutung hat. Aber auch fehlende Vitamine und Spurenelemente spielen eine Rolle.

Der beste Weg ist sicherlich, diese über eine entsprechend ausgewogene Ernährung zu sich zu nehmen. Da dieses aber nicht immer möglich ist, empfehle ich, den Körper über das nebenstehende Nahrungsergänzungsmittel mit dem Wichtigsten zu versorgen. Bei Rückenschmerzen ist das vor allem Calcium, Magnesium, Zink und Vitamin D.
Direkt zur ausreichenden Calcium-Versorgung

Darüberhinaus gibt es auch Nahrungsmittel, die wegen ihrer durchblutungsfördernden, entzündungshemmenden und allgemein schmerzlindernden Wirkung in einer gesunden Ernährung bei Rückenschmerzen nicht fehlen sollten.
Hier ist z.B. der Ingwer zu nennen. Um Wiederholungen zu vermeiden, sei hier auf meinen Beitrag „Ingwer ist gesund“ verwiesen.

 

Befassen wir uns aber zunächst einmal mit den Lebensmitteln, die Calcium enthalten. Oft ist es gerade bei der Generation, die in der Kriegs- oder Nachkriegszeit aufgewachsen ist, der Calciummangel, der zu Osteoporose (instabilen Knochen) und damit zu Gelenkschmerzen und häufigen schlecht heilenden Knochenbrüchen führt. Aber auch die weit verbreitete Magersucht unter Jugendlichen richtet hier Schaden an: Nahrungsmittel-Mangel verträgt sich sehr schlecht mit den Anforderungen einer günstigen Ernährung bei Rückenschmerzen. Osteoporose verursacht aber auch Verformungen der Wirbelkörper, wodurch dann Rückenschmerzen, aber auch Schmerzen im Brustbereich entstehen können.

Calcium ist vor allem in Milch, Käse, Quark, Grünkohl, frischem Gemüse und Obst enthalten. Aber es gibt natürlich auch Nahrungsergänzungspräparate (s.o.). Calcium kann aber nur im Körper eingebaut werden, wenn genügend Vitamin D vorhanden ist.

 

Zu einer guten Ernährung bei Rückenschmerzen gehören aber auch Vitamine

Für den Rücken wichtig sind außerdem die Vitamine A, C, D und K.

Das Vitamin A ist für das Knochenwachstum verantwortlich und daher vor allem in jungen Lebensjahren wichtig.

Vitamin C fördert die Kollagenbildung und hilft daher gegen die Bildung von Orangenhaut (Cellulite). Kollagen (auch als Collagen geschrieben) ist aber auch wichtig für Sehnen, Bänder, Knorpel, Knochen, Zähne und Haut. Damit ist es wichtiger Faktor in der Vermeidung von Rückenschmerzen.

Vitamin D ist erforderlich, damit dass Calcium in den Knochen eingelagert werden kann.  Der Mangel an Vitamin D ist in Mitteleuropa sehr verbreitet. Ungefähr 80 Prozent aller Deutschen weisen einen solchen Mangel auf.  Bei Kindern kann er zur „Englischen Krankheit“ (Rachitis) führen, bei Erwachsenen zur Osteoporose. Darüberhinaus ist das Vitamin D aber auch für die Muskel und deren Reaktionsfähigkeit sehr wichtig. Ein Mangel zeigt sich hier oft nicht nur in Rückenschmerzen, sondern auch in der Häufigkeit häuslicher Unfälle.

Für die Aufnahme des Calciums ist auch Bor wichtig, das auch positive Wirkungen bei einer Reihe weiterer Gesundheitsgefährdungen hat. Leider wird dieses aber durch industrielle Fertigung von Lebensmittel und übermäßige Düngung in Obst und Gemüse weitgehend unwirksam. Industriell gefertigte Lebensmittel sind keine gute Ernährung bei Rückenschmerzen. Bevorzugt sollten hier vielmehr frische Lebensmittel, die keine langen Listen von Zusatzstoffen auf der Verpackung aufweisen.

Das Vitamin K ist an der Bildung von Osteocalcin beteiligt, das für eine Stärkung der Knochen sorgt.

Möglichst meiden sollte man Fett und Alkohol. Alkohol verschlechtert die Bildung von Vitamin D und schädigt nicht nur die Leber, sondern auch die Knochen. Fett verschlechtert die Verwertung von Calcium.

B-Vitamine und Magnesium beeinflussen die Schmerz-Entstehung, ein Mangel kann hier zu ernsthaften Nervenschäden führen. Als Bestandteil einer guten Ernährung bei Rückenschmerzen ist hier vor allem Vitamin B1 hilfreich.

 

Zink und Selen als Bestandteil einer guten Ernährung bei Rückenschmerzen

Ferner ist Zink wichtig für Knochen, Muskeln und Bindegewebe.

Ein Selen-Mangel kann schließlich zur Kaschin-Beck-Krankheit führen, einer Arthrose mit Gelenk- und Rückenbeschwerden. Vor der Einnahme von Selen-Tabletten ohne vorherige ärztliche Abklärung muss dennoch gewarnt werden, da auch ein Selen-Überschuss zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen kann.

Wie schon auf der Startseite und unter Rückenschmerzen durch Stress aufgeführt, spielt der negative Stress eine wichtige Rolle bei chronischem Stress. Auch hier kann ernährungsmäßig dagegen gehalten werden, z.B. durch den Verzehr von Beeren, Avocados, Walnüssen (die große Mengen des Stimmungsaufhellers Melatonin enthalten), Chia-Samen und Fisch oder andere Omega 3-haltige Lebensmittel. Ein Rezept für einen leckeren Chia-Mandel-Pudding finden Sie hier.

Bandscheiben benötigen Flüssigkeit (ähnlich wie ein hydraulischer Stoßdämpfer im Auto). Daher gilt für eine Ernährung bei Rückenschmerzen auch: Trinken, trinken, trinken! Möglichst Zucker- und Alkoholfrei.

 

Zum Seitenanfang
 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir verwenden Cookies, um Dir passende Inhalte zu präsentieren und Dein Surfvergnügen zu optimieren, aktivieren diese Cookies aber erst, wenn Du auf "Akzeptieren" klickst Weitere Informationen

Wir benutzen Google Analytics, um zu ermitteln, welche Inhalte unsere Besucher sehen möchten und welche nicht. Cookies in Verbindung mit eingebetteten YouTube-Videos helfen, Dir nur die Videos anzuzeigen, welche Du sehen möchtest. Dennoch haben wir uns entschieden, die Übermittlung von Daten an YouTube mittels eines Plugins zu verhindern. Nähere Informationen zum Schutz Deiner Privatsphäre und zur Deaktivierung von Tracking findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schließen